Umfrage zu Klimaschutz und Luftverkehr

Nur wenige Deutsche sind bereit auf Flugreisen zu verzichten, um Umwelt belastende CO2-Emissionen zu verringern. So lautet das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage unter 1.064 Männer und Frauen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren, die das Sozialforschungsinstitut GEWIS im Auftrag von Billigflieger easyJet durchgeführt hat. Eine Mehrheit der Befragten sieht demnach Fluggesellschaften und Flugzeughersteller in der Verantwortung, Schadstoffemissionen durch umweltfreundliche Technologien zu reduzieren. Über ein Viertel der Befragten gibt an, in Zukunft beim Kauf eines Fluges auf die Umweltverträglichkeit der Fluggesellschaften zu achten.

Spitzentechnologie für ein besseres Klima
Beim Thema Klimaschutz setzen die Deutschen besonders auf technologische Innovationen. Rund zwei Drittel der Befragten geben an, dass vor allem Treibstoff sparende Flugzeuge entwickelt werden sollen, um CO2-Emissionen zu reduzieren (65 Prozent). Ihrer Meinung nach liegt der Handlungsbedarf auf Seiten der Flugzeughersteller. Die Hälfte der Befragten sieht außerdem die Fluggesellschaften in der Verantwortung, in junge, umweltfreundliche Flugzeuge zu investieren, um den CO2-Ausstoß weiter zu verringern (50 Prozent). Auch John Kohlsaat, Geschäftsführer von easyJet in Deutschland, unterstützt diese Haltung: Die Deutschen wollen nicht auf Flugreisen verzichten. Sie setzen auf eine technologische Lösung. Deshalb müssen wir als Fluggesellschaft die Luftfahrtindustrie antreiben, sparsamere Flugzeuge zu entwickeln.“ Die aktuelle Umfrage zeigt auch, dass nur ein kleiner Teil der Befragten in Erwägung zieht, in Zukunft möglichst auf Flugreisen zu verzichten (17 Prozent). Lediglich elf Prozent der Befragten halten eine Fluggaststeuer für ein sinnvolles Mittel, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Auch easyJet lehnt eine Besteuerung von Fluggästen ab, da diese nur in einzelnen Ländern umgesetzt werden kann. Stattdessen befürwortet easyJet die Aufnahme des Luftverkehrs in den Emissionshandel. Dies ist eine internationale Lösung, die eine Einbeziehung aller Fluggesellschaften gleichermaßen ermöglicht.

Entscheidend ist der Preis – Umweltfaktor noch vor Service
Der Flugpreis bleibt weiterhin das Hauptkriterium bei der Kaufentscheidung. Nahezu alle Befragten (98 Prozent) wollen auch in Zukunft beim Fliegen auf die Kosten achten. Für 73 Prozent ist ausschlaggebend, ob ein Direktflug ohne lästiges Umsteigen angeboten wird. Über ein Viertel der Befragten wollen zukünftig beim Kauf berücksichtigen, ob die Fluggesellschaft umweltfreundlich fliegt (28 Prozent). Kostenfreie Verpflegung und Zeitschriften an Bord spielen dagegen kaum eine Rolle. Lediglich zehn Prozent der Befragten geben an, diese Überlegung bei der Flugbuchung einzubeziehen.

Bereitschaft zum Klimaschutz ist da – noch fehlt es an Sachkenntnis
In der Bevölkerung herrscht bei der Frage nach den größten Dreckschleudern unter den Verkehrsmitteln noch weitgehende Unkenntnis. 51 Prozent glauben, dass alle aufgeführten Verkehrsmittel etwa gleich viele CO2-Emissionen verursachen. Unter den genannten Verkehrsmitteln schneiden Pkw mit herkömmlichem Antrieb am schlechtesten ab: 25 Prozent halten sie für die Klimakiller Nummer eins. Immerhin 19 Prozent glauben, dass die traditionellen Fluggesellschaften besonders schlecht für das Klima sind. Bei den Billigfliegern sind es nur 13 Prozent. Umweltfreundliche Pkw mit Hybridantrieb wie der Toyota Prius stehen bei den Befragten sehr gut da. Lediglich zwei Prozent glauben, dass sie besonders viele CO2-Emissionen verursachen.

Tatsächlich zeichnen sich insbesondere die Billigflieger durch einen sehr geringen CO2-Ausstoß aus. Der Grund dafür ist ihr effizientes Geschäftsmodell: Eine junge Flotte, hohe Sitzdichte, eine überdurchschnittliche Auslastung sowie Direktflüge kommen auch der Umwelt zugute. Mit durchschnittlich nur 95,7 Gramm CO2-Emissionen pro Passagier und Kilometer schneidet beispielsweise ein easyJet-Flugzeug sogar besser ab als der umweltfreundliche Toyota Prius mit 104 Gramm. Traditionelle Fluggesellschaften dagegen stoßen weitaus mehr Schadstoffe aus. Bei Lufthansa liegt der CO2-Ausstoß beispielsweise bei 111 Gramm pro Passagier und Kilometer. Besonders Klima
schädigend sind herkömmliche Pkw mit einer CO2-Emission von 162 Gramm pro Kilometer.

easyJet fordert den „easyJet ecoJet“ bis 2015
Andy Harrison, Chief Executive von easyJet, präsentierte im Juni 2007 in London mit dem „easyJet ecoJet“ das Verkehrsflugzeug der Zukunft. Mit diesem Design möchte easyJet die Industrie dazu bewegen, umweltfreundlichere Flugzeuge zu bauen. Der „easyJet ecoJet“ soll weitaus leiser und umweltfreundlicher sein als heutige Flugzeuge. Dafür werden modernste Forschungsergebnisse der Luftfahrt- und Triebwerkstechnologie berücksichtigt. In Verbindung mit Verbesserungen bei der Luftsicherung könnten so die CO2-Emissionen von Flugzeugen um 50 Prozent gesenkt werden. Dieses Ziel ist nach Aussage von easyJet schon 2015 erreichbar.
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