easyJet: CO2-Ausgleich mit UN-Projekten

easyJet gibt Passagieren ab heute die Möglichkeit, die CO2-Emissionen ihrer Flüge durch Investitionen ausschließlich in von den Vereinten Nationen unterstützte Projekte auszugleichen. Der Billigflieger ist damit die erste große europäische Airline, die einen CO2-Ausgleich als Teil der Buchung in Deutschland anbietet.

Zunächst werden mit den Beiträgen der Passagiere Emissionsreduktionsgutschriften (sog. Carbon credits) eines Wasserkraftprojekts in Perlabi in Ekuador erworben. Das Projekt wurde nach eingehenden Umweltprüfungen von der United Nations Framework Convention on Climate Change zertifiziert. Später wird das ECO Programm dann auf andere von der UN unterstützte Projekte ausgeweitet. Projekten dieser Art, die zu einer wirklichen Verringerung von CO2-Emissionen führen, sind im Kyoto Protokol als sogenannte Clean Development Mechanisms verankert. Da easyJet ausschließlich Emissionsreduktionsgutschriften von UN-zertifizierten Projekten erwirbt, soll ein qualitativ hochwertiger Ausgleich gewährleistet werden.

Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Beiträge der Passagiere die Projekte ohne unnötigen Verwaltungsaufwand erreichen. easyJet hat dafür die Verwaltungskosten von etwa 25% für vergleichbare Projekte auf 5% gesenkt, wobei dieser Anteil in Zukunft weiter gesenkt werden soll. Dies wurde durch das Umgehen von Organisationen erreicht, die als Mittelsmännern fungieren. Der Billigflieger wird stattdessen die Gutschriften direkt von Projektträgern kaufen.

Wie der CO2-Ausgleich funktioniert
Der easyJet CO2-Ausgleich steht ab sofort allen Passagieren zur Verfügung. Ein CO2-Rechner wird die individuellen Emissionen eines Passagiers zuverlässig und auf Grundlage von Streckenlänge, Auslastung und Kerosinverbrauch errechnen. easyJet erwartet, dass der Ausgleich eines Hin- und Rückflugs durchschnittlich etwa 4,50 Euro kosten wird. Die errechnete Summe wird, sofern gewünscht, dem Flugpreis hinzugerechnet und dann zusammen mit der Buchung bezahlt.

Zusätzliche Informationen zum Perlabi Projekt können Sie auf der Website der UN einsehen: //cdm.unfccc.int/Projects/DB/DNV-CUK1158841217.39/view.html.

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