Virgin America gestartet

Der neue Billigflieger Virgin America aus der Virgin Group startete gestern seinen ersten Flug. Wie die USAtoday meldete, startete dieser mit einer Stunde Verspätung, da in New York sintflutartige Regenfälle nicht nur am Flughafen ein Chaos auslösten. Das überraschte allerdings niemanden, da der John F. Kennedy Flughafen in New York derzeit für seine Verspätungen bekannt ist.

Die Airline bietet nun Flüge von der Basis San Francisco nach Los Angeles und New York an. Die Fluggäste, die natürlich aufgrund der Feierlichkeiten ohnehin gut umsorgt wurden, amüsierten sich zusätzlich über die geladenen Gäste: ein weiblicher in den USA bekannter DJ, Samantha Ronson, legte auf und der Komiker Stephen Colbert unterhielt die Anwesenden zudem.

Virgin America arbeitet mit dem gleichen System wie die anderen Billigflieger der Virgin Group: niedrige Preise und für einen Billigflieger guten Komfort. Die Bestuhlung sind Ledersitze, in der ersten Klasse werden Massagestühle angeboten. Jeder Sitz im Flugzeug hat einen eigenen USB Stecker für z.B. MP3-Player und einen Stromanschluss für Laptops. Den Passsagieren stehen aber auch ohne eigenen MP3 Player über 3000 MP3s an Bord zur Verfügung.

Außerdem kann die Verpflegung an Bord einfach per Monitor bestellt werden, der im Sitz des Vordermannes eingelassen ist. Die Abrechnung erfolgt bargeldlos über die Kreditkarte.

Die Airline wirbt auf ihrer Webseite mit dem Einsatz von Stimmungslicht in der Kabine als erste US-Airline. Das Licht kann den Bedingungen des Fluges angepasst werden. Dies bedeutet, dass die Airline entweder die Beleuchtung der Tageszeit oder zum Beispiel auch die Kabine dem Flugverlauf anpassen kann. Beim Boarden könnte das Licht zum Beispiel in der Farbe der Airline gewählt werden, beim Start in einen beruhigenden Farbton übergehen u.s.w.

Ein besonderer Service ist außerdem die Chat-Funktion an jedem Sitz. Der Benutzer kann sich einen frei wählbaren Namen geben und dann mit einer kleinen Tastatur Nachrichten auf dem Bildschirm einer anderen Sitznummer erscheinen lassen. Natürlich ist es auch möglich die Funktion auszuschalten, wenn man nicht gestört werden will.

Die Preise für One Way Flüge starten derzeit ab 44 US-Dollar auf der San Francisco-Las Vegas Route, 49 US-Dollar auf der Route San Francisco-Los Angeles und 149 US-Dollar zwischen New York und San Francisco bzw. Los Angeles. In der ersten Klasse kosten Tickets auf der Route San Francisco-Los Angeles 149 US-Dollar und Flüge zwischen New York und San Francisco bzw. Los Angeles 449 US-Dollar. Die Preise verstehen sich alle exklusive Steuern und Gebühren.

Bei einem Preisvergleich für die Route New York-Los Angeles ergab sich für eine Person ein Preis von 160,40 US-Dollar (ca. 116 Euro) inklusive Gebühren bei einem Flug am 22. September 2007 mit Virgin America. Der günstigste vergleichbare Flug für diese Strecke am gleichen Datum wurde von American Airlines für 184,39 US-Dollar (ca. 134 Euro) angeboten. In der First Class kostete der gleiche Flug bei Virgin America 480,40 US-Dollar (ca.349 Euro) und bei US Airways war der günstigste Flug auf dieser Strecke nur mit einem Zwischenstopp gebucht werden und kostete 493,30 US-Dollar (ca. 358 Euro).

Durch die US-Behörden und vermutlich auch durch die Konkurrenz auf dem Markt hatte sich die Erteilung der Flugerlaubnis hingezogen. Nun ist der Billigflieger gestartet und nach allen Verspätungen und Verzögerungen bleibt nun abzuwarten, ob die Ziele der Airline zu erreichen sind und sich das Geschäftsmodell rentiert. Noch in diesem Herbst sollen Las Vegas und Washington Dulles ebenfalls angeflogen werden, innerhalb eines Jahres soll der Service bereits auf zehn US-Städte anwachsen, innerhalb von fünf Jahren auf dreißig Städte.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Airline www.virginamerica.com.

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