UFO verkaufte gefälschte Billigflüge

Die in Düsseldorf eingetragene Firma United Fly Organisation (UFO) warb auf ihrer Website ufoflug.com“ europaweit mit Billigflügen nach Marokko. Viele Verbraucher nutzen die günstigen Angebote für einen preiswerten Trip in den Süden und buchten über das Reisebüro Flüge einer spanischen Gesellschaft nach Marokko und überwiesen das Geld im Voraus. Am Flughafen kam dann das böse Erwachen: Im Flieger war kein Platz für sie reserviert, teilweise existierten die angeblich gebuchten Flüge gar nicht. Nun sind die Behörden am Zug, berichtet das Europäische Verbraucherzentrum in Wien.

Girjet als Chartergesellschaft
ufo verkaufte Flüge der spanischen Chartergesellschaft Girjet. Mittlerweile teilte Girjet jedoch mit, dass sämtliche Geschäftsbeziehungen zu ufo bereits eingestellt wurden. Girjet erstattete in Spanien Anzeige gegen das Unternehmen ufo. Medienberichten zufolge seien zahlreiche Tickets, Flugnummern und Abflugschalter frei erfunden. Dies führte unter anderem dazu, dass Anfang Juli 2007 rund 200 Ufo-Kunden am Flughafen Köln-Bonn vergeblich auf ihren Abflug warteten. Nachdem das Düsseldorfer Unternehmen auch nicht mehr telefonisch erreichbar war, wurde die Polizei eingeschaltet.

Ermittlungsverfahren eingeleitet
„Wir haben ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs gegen das Unternehmen „ufoflug“ eingeleitet“, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Düsseldorf. Der Anbieter habe ausstehende Gelder nicht an die Chartergesellschaft überwiesen und sei abgetaucht. „Wir raten allen Geschädigten umgehend Anzeige zu erstatten“, so das Polizeipräsidium in Düsseldorf. Angeblich liegen 15 Millionen Euro auf einem ufo-Geschäftskonto. Weitere Ermittlungsverfahren in Belgien und Spanien, wo ufo auch Büros hatte, sind angedacht.

Geschäftsführer bereits im Gefängnis
Die Polizei nahm in Barcelona drei Mitarbeiter des Reiseunternehmens fest. Dabei handle es sich um den 69 Jahre alten Geschäftsführer sowie zwei 29 und 62 Jahre alte Männer, teilte die spanische Polizei mit. Nach einem vierten Verdächtigen werde noch gefahndet. Die deutschen Ermittler durchsuchten inzwischen die Firmenräume und die Privatwohnung des Mannes. Dabei beschlagnahmten sie Computer, einen Server und Geschäftsunterlagen.

Anzeige bei der Polizei
Das Europäische Verbraucherzentrum in Deutschland rät, dass geschädigte Verbraucher Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten oder sich direkt an das Polizeipräsidium Düsseldorf, Kriminalkommisariat 21, Jürgensplatz 5-7, 40219 Düsseldorf wenden sollen.

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