Heathrow stößt an Kapazitätsgrenzen

Informationen von Travelmole zufolge hat der Londoner Flughafen die größten Verspätungen aller europäischen Flughäfen zu verzeichnen. Statistiken der Association of European Airlines zeigten, dass jeder dritte Flug Heathrow mit mehr als fünfzehnminütiger Verspätung verlässt. Laut Daily Telegraph hatte die Flughafengesellschaft BAA bereits mehr als 144 Pfund Entschädigung an Fluggesellschaften zahlen müssen.

Zwei neue Direktoren sollen nun die BAA durch die Krise führen: Gestern wurden Lord Stevens (ehemaliger Metropolitan Police Kommissar) und Sir Nigel Rudd (frühere Firmenchef der Drogeriekette Boots) ins Amt gerufen.

Doch die Heathrow-Krise spitzt sich zu. Die Abwicklung am Flughafen in der Zeit von April bis Juni 2007 war etwa drei Prozent schlechter ausgefallen als im Quartal zuvor. Zu den Problemen zählten unter anderem Verspätungen der Passiere am Check-In und bei der Sicherheitskontrolle. Die Association fand heraus, dass britische Flughäfen generell – besonders Heathrow – den Verkehrsfluss nicht zureichend abwickeln konnten, mit Ausnahme eines Tages im April.

Verpätungen bei Abflug und Landung gab es bei jedem dritten Flugzeug. Die durchschnittliche Verspätung betrug 30,9 Minuten aufgrund von Ausrüstungsausfall und Luftverkehrskontrollen. Gestern war die nördliche Landebahn wegen einer Notlandung einer Royal Brunei Maschine für 90 Minuten gesperrt.

Heathrow sei einer der verkehrsreichsten Flughäfen mit zwei Landebahnen weltweit. Für eine Abfertigung von 20 Millionen Passagieren sei er ursprünglich nicht ausgerichtet worden, sagte ein Sprecher der BAA. Sobald es einen kleinen Zwischenfall gäbe, sei wenig Spielraum um Verspätungen auszugleichen. Wenn ein Flughafen eine Auslastung von 98,5 Prozent hat, haben Verspätungen bei der Landung einen direkten Einfluss auf die Abflüge.

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