EU-Flüssigkeitsverbot: Spenden an CJD

Seit 06. November 2006 gelten in der EU verschärfte Regelungen für die Mitnahme von Flüssig- und Schmierstoffen im Handgepäck. Seitdem wurden auch am Dortmund Airport mehrere Tonnen Hygieneartikel, Alkoholika, Duftstoffe oder Lebensmittel vernichtet, welche die Passagiere nicht mit an Bord nehmen durften. Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Christlichen Jugenddorf Dortmund sollen diese Mittel nun einem guten Zweck zu Gute kommen – und im CJD Ausbildungsmarkt zur Ausbildung junger Einzelhandelskräfte eingesetzt werden.

Auch Monate nach Einführung der Regelung und vielfältigen Medienberichten sind viele Fluggäste oft nur spärlich informiert über die Einschränkungen für die Mitnahme im Handgepäck. Nach den vereitelten Terroranschlägen in London im letzten Herbst – dabei sollte Flüssigsprengstoff eingesetzt werden – wurde die Mitnahme von Flüssig- und Schmierstoffen ins Handgepäck stark eingeschränkt. Getränke und andere Flüssigkeiten, Schmierstoffe wie Salben, Cremes oder Brotaufstriche, Parfums oder Zahnpasta sind nur noch in kleinen Mengen mit an Bord zu nehmen. Maßgebend ist dabei die Verpackungsgröße, sie darf – unabhängig von der Füllmenge – 100 ml nicht übersteigen.

Seit November 2006 sind so Tonnen an teils auch noch originalverpacktem Material am Airport eingezogen und vernichtet worden.

Das soll sich nun ändern: Seit Donnerstag haben die Passagiere die Möglichkeit, die einzubehaltenden Flüssig- und Schmierstoffe auch einem guten Zweck zuzuführen. Dazu übernimmt das Christliche Jugenddorf Dortmund die originalverpackten Waren und nutzt diese zur Ausbildung im CJD Ausbildungsmarkt. In dieser Einrichtung erlernen insgesamt 31 Jugendliche die Berufe Verkäufer, Kaufmann/ -frau im Einzelhandel oder Verkaufskraft. Sie lernen über Bestands- und Absatzüberwachung die Funktion eines Warenwirtschaftssystems. Sie präsentieren die Waren und fördern deren Verkauf, indem sie Aktionsflächen wirksam gestalten und dekorieren. So tragen die Sachspenden zu neuen Perspektiven für die Jugendlichen bei.

Auch andere Flughäfen in Deutschland führen alle eingezogenen Gegenstände wohltätigen Zwecken zu.

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