Ryanair: Strafe für Passagier-Rausschmiss

Ein britisches Gericht hat Ryanair dazu verurteilt, den Mitgliedern einer Londoner Calypso-Band umgerechnet 5400 Euro zu zahlen, berichtet spiegel online. Die Fluggesellschaft hatte sich am Silvestertag 2006 geweigert, einen blinden Musiker und seine vier Kollegen auf dem Flug von Sardinien nach London mitzunehmen.

Das Carribbean Steel International Orchestra“ war ohne Erklärung und unter vorgehaltener Waffe aus dem Flugzeug geführt worden. Flughafensicherheitskräfte konnten den Fall zwar schnell aufklären, dennoch verweigerte der Pilot die Mitnahme der schwarzen Musiker: Die Passagiere seien nun zu „beunruhigt“, argumentierte der Kapitän.

Die fünf Männer waren einem Fluggast aufgefallen, der das „verdächtige Verhalten“ an die Bordcrew meldete. Dies beinhaltete unter anderem die Beobachtung, dass die Bandmitglieder nicht nebeneinander saßen, obwohl sie am Gate noch gemeinsam gewartet hätten. Bandmitglied Michael Toussaint, der blind ist, habe den Eindruck erweckt, er lese Zeitschriften.

Erst am nächsten Tag wurde der Gruppe ein Flug nach Liverpool angeboten. Weil die fünf dort den Anschluss nach London verpassten, mussten die Musiker eine Nacht auf dem Busbahnhof verbringen.

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